Coro­na-Pan­de­mie ver­un­si­chert beson­ders älte­re Men­schen sehr / 26 Pro­zent sor­gen sich vor Lebens­abend im Alters­heim / Immo­bi­li­en­ver­ren­tung schafft Liqui­di­tät

Angst vor dem Alters­heim, Umgang mit dem Erbe, Liqui­di­tät als Sicher­heit: Die Coro­na-Pan­de­mie beschäf­tigt gera­de älte­re Men­schen sehr. Das zeigt eine reprä­sen­ta­tiv quo­tier­te Stu­die unter mehr als 1.000 Senio­ren, in Auf­trag gege­ben von der DEGIV, der Gesell­schaft für Immo­bi­li­en­ver­ren­tung. „Die Coro­na Kri­se hat älte­re Men­schen dazu bewegt, sich ver­mehrt mit essen­ti­el­len Lebens­fra­gen zu beschäf­ti­gen. Knapp die Hälf­te hat inten­siv dar­über nach­ge­dacht, was im Leben wirk­lich zählt“, erklärt Özgün Imren, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der DEGIV zur Vor­stel­lung der Stu­di­en­ergeb­nis­se anläss­lich des Tages der Senio­ren am 21. August 2020.

Die Stu­die zeigt dem­nach, dass die von Coro­na her­vor­ge­ru­fe­ne Angst und Unsi­cher­heit die per­sön­li­che Lebens­si­tua­ti­on und Pla­nung der Rent­ner in Deutsch­land kon­kret beein­flus­sen. Knapp über 25 Pro­zent der befrag­ten Senio­ren haben Angst und füh­len sich im Zuge der Coro­na-Kri­se zusätz­lich ver­un­si­chert. Eine eige­ne Immo­bi­lie spen­det indes das Gefühl von Sicher­heit. Dies emp­fin­den 74 Pro­zent der Eigen­tü­mer und 62 Pro­zent der Mie­ter.

Zu den Info­gra­fi­ken

Lebens­abend im Alters­heim – nein dan­ke

Jeder vier­te Befrag­te (26 Pro­zent) hat durch Coro­na Beden­ken, den Lebens­abend im Alters­heim ver­brin­gen zu müs­sen. Bei die­ser Aus­sa­ge gibt es kaum Unter­schied zwi­schen Eigen­tü­mern mit 27 Pro­zent und Mie­tern mit 25 Pro­zent. „Der Weg ins Alters­heim wird nicht zuletzt oft durch feh­len­de finan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten zur häus­li­chen Pfle­ge aus­ge­löst. Eine Immo­bi­li­en­ver­ren­tung kann ein Aus­weg sein, im gewohn­ten Zuhau­se zu blei­ben und sich dort mit dem Erlös aus der Ver­ren­tung indi­vi­du­ell pfle­gen zu las­sen“, sagt Özgün Imren, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der DEGIV.

Jeder drit­te Rent­ner denkt durch Coro­na ver­mehrt über den Tod nach

Durch Coro­na hat sich jeder drit­te Rent­ner in Deutsch­land mit den The­men End­lich­keit, Sterb­lich­keit und dem eige­nen Tod aus­ein­an­der­ge­setzt. Das sind 32 Pro­zent der Mie­ter und 34 Pro­zent der Eigen­tü­mer. Kon­kret haben sich laut DEGIV jeweils 13 Pro­zent der Mie­ter und 25 Pro­zent der Eigen­tü­mer Gedan­ken dar­über gemacht, was sie hin­ter­las­sen und was mit ihrem Ver­mö­gen nach ihrem Tod pas­siert. Eigen­tü­mer beschäf­tigt die Fra­ge des Ver­er­bens dem­nach fast dop­pelt so häu­fig. Mesut Yikil­maz, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der DEGIV: „Es ist wich­tig, sich früh­zei­tig mit den eige­nen Finan­zen und der Wohn­si­tua­ti­on am Lebens­abend zu beschäf­ti­gen. Bei Immo­bi­li­en gibt es mehr Optio­nen als den Ver­kauf oder das Ver­er­ben. Senio­ren mit Immo­bi­li­en­ei­gen­tum und Liqui­di­täts­be­darf soll­ten die Mög­lich­keit der Immo­bi­li­en­ver­ren­tung prü­fen.“ Mit die­sem Modell ist es älte­ren Immo­bi­li­en­be­sit­zern mög­lich, die gestie­ge­nen Immo­bi­li­en­prei­se in Ver­mö­gen zu ver­wan­deln und den­noch lebens­lang im eige­nen Haus oder der eige­nen Woh­nung zu leben.

Vie­le kau­fen anders ein – und wol­len Bar­geld

Knapp ein Fünf­tel aller befrag­ten Rent­ner hat bereits sein Kon­sum­ver­hal­ten wegen Coro­na ange­passt oder wird dies künf­tig ändern (redu­zie­ren). Ver­füg­ba­re Bar­geld­re­ser­ven sind laut der Befra­gung wich­ti­ger gewor­den: Das mei­nen 21 Pro­zent der Eigen­tü­mer und 26 Pro­zent der Mie­ter.

Die Erhe­bung wur­de in den Mona­ten Mai und Juni 2020 von der DEGIV, der Gesell­schaft für Immo­bi­li­en­ver­ren­tung unter meh­re­ren tau­send Senio­ren, sowohl Eigen­tü­me­rIn­nen als auch Mie­te­rIn­nen, in Deutsch­land in Zusam­men­ar­beit mit dem Ham­bur­ger Markt­for­schungs­in­sti­tut Con­sum­er­fiel­dwork durch­ge­führt.

Infografik 1 - DEGIV Studie 2020
Infografik 2 - DEGIV Studie 2020