Kla­re Regeln bei Immo­bi­li­en-Ver­ren­tung brin­gen mehr Sicher­heit zum Miet­frei­en Woh­nen nach dem Immo­bi­li­en­ver­kauf / Deut­lich erhöh­tes Inter­es­se am Immo­bi­li­en­ver­kauf auf Nieß­brauch-Basis bei Senio­ren ab 65 Jah­re

Mün­chen, 21. Juni 2019. Immer mehr Senio­ren ste­hen vor einem Dilem­ma: Einer­seits besit­zen sie eine oft­mals las­ten­freie Immo­bi­lie, ande­rer­seits fehlt mit­un­ter Liqui­di­tät für das täg­li­che Leben. Gleich­zei­tig wol­len die wenigs­ten im Alter das oft jahr­zehn­te­lang bewohn­te Eigen­heim ver­kau­fen und umzie­hen. Das bestä­ti­gen auch Stu­di­en. Hier kann die Immo­bi­li­en­ver­ren­tung hel­fen. Laut Exper­ten der Gesell­schaft für Immo­bi­li­en­ver­ren­tung der DEGIV ist das Modell gera­de bei Immo­bi­li­en­be­sit­zern ohne Erben gefragt. Die Grund­idee: Immo­bi­lie gegen Geld und Wohn­recht. Der Wert der Immo­bi­lie wird genau ermit­telt und ein Unter­neh­men, Inves­tor oder eine Stif­tung kauft das Objekt. Der bis­he­ri­ge Eigen­tü­mer darf jedoch bis zum Able­ben miet­frei dar­in woh­nen.

Die DEGIV emp­fiehlt Senio­ren das Modell des Nieß­brauchs, weil es Vor­tei­le birgt und älte­ren Men­schen mehr Rech­te zusi­chert. Anders als bei der Leib­ren­te, bei der der Kauf­preis in Form einer monat­li­chen Ren­te aus­be­zahlt wird, bekommt der Nieß­brauch­be­rech­tig­te den Kauf­preis auf einen Schlag und ver­fügt über mehr Sicher­heit als bei der Leib­ren­te im Umgang mit der Immo­bi­lie. Der Ver­käu­fer hat damit größt­mög­li­che Fle­xi­bi­li­tät und sofor­ti­ge Liqui­di­tät. Das Nieß­brauch­recht wird im Grund­buch an ers­ter Stel­le hin­ter­legt. Dadurch bleibt es bei jedem Wei­ter­ver­kauf der Immo­bi­lie an Drit­te bestehen und ist zusätz­lich insol­venz­si­cher. Selbst im Fall einer Zwangs­ver­stei­ge­rung bleibt der ein­ge­tra­ge­ne Nieß­brauch erhal­ten. So endet der Nieß­brauch immer erst mit dem Tod – im Gegen­satz zum Wohn­recht, das befris­tet sein kann. Zieht der Bewoh­ner etwa ins Pfle­ge­heim, kann er bei der Immo­bi­li­en­ver­ren­tung als Nieß­brauch­be­rech­tig­ter sein Zuhau­se ver­mie­ten und die Ein­nah­men behal­ten – das dür­fen Bewoh­ner bei der Vari­an­te Leib­ren­te mit Wohn­recht nicht.

Fol­gen­de Schrit­te soll­ten Inter­es­sen­ten beach­ten, damit die Immo­bi­li­en­ver­ren­tung funk­tio­niert:

  1. Per­sön­li­ches und unver­bind­li­ches Bera­tungs­ge­spräch: Ein­ho­len von Exper­ten­mei­nun­gen und Markt­über­blick ver­schaf­fen.
  2. Erstel­lung eines Wert­gut­ach­tens der Immo­bi­lie: Ange­bo­te ver­glei­chen – schrift­li­che Ertei­lung des Auf­trags.
  3. Vor­be­rei­tung der Beur­kun­dung: Erstel­len des Kauf­ver­trags­ent­wur­fes durch Notar, Prü­fung durch einen Exper­ten.
  4. Nota­ri­el­le Beur­kun­dung des Immo­bi­li­en­ver­ren­tung-Ver­tra­ges: Nieß­brauch­recht im Grund­buch an ers­ter Stel­le ein­tra­gen.
  5. Aus­zah­lung des Kauf­prei­ses.