[Mün­chen, 11.07.2015] –  Geld über Jahr­zehn­te ins Haus gesteckt, Kapi­tal geschaf­fen, und plötz­lich beginnt das Ren­ten­al­ter. Die monat­li­chen Ein­künf­te wer­den merk­lich gerin­ger. Plötz­lich hat man Zeit und ist schon wie­der ein­ge­schränkt. Das, was da in der Immo­bi­lie steckt, hät­te man jetzt ger­ne, um den neu­en Lebens­ab­schnitt auch wirk­lich zu genie­ßen; aber es ist in Stein »gemei­ßelt«. Das geht auch anders und höchst kom­for­ta­bel. Denn das Eigen­heim ist die idea­le Basis für die Erfül­lung lang geheg­ter Wün­sche. Dass es unter­schied­li­che Vari­an­ten gibt, die eige­ne Immo­bi­lie in Lebens­qua­li­tät zu ver­wan­deln, macht die indi­vi­du­ell pas­sen­de Mög­lich­keit nicht unbe­dingt über­schau­ba­rer. Immo­bi­li­en­ver­ren­tung, Umkehr­hy­po­thek, Ver­kauf oder ding­li­ches Wohn­recht? Was hilft, sind – wie so oft im Leben – Infor­ma­tio­nen:

»Nieß­brauch ist das unver­äu­ßer­li­che und unver­erb­li­che abso­lu­te Recht, die Nut­zun­gen einer frem­den Sache, eines frem­den Rechts oder eines Ver­mö­gens zu zie­hen«. Ah ja, … bei­na­he hät­te man’s ver­stan­den. Kei­ne Angst vor die­sem Wort­mons­trum, die Über­set­zung ist voll­kom­men sim­pel: Das will ledig­lich sagen, dass die eige­ne Immo­bi­lie bereits zu Leb­zei­ten gegen eine lebens­läng­li­che Ren­ten­zah­lung, eine Teil- oder Voll­aus­zah­lung über­tra­gen wird, man das Heim aber wei­ter­hin bewoh­nen oder ander­wei­tig nut­zen kann. Und die »Nut­zung« ist das ent­schei­den­de Zau­ber­wort. Damit geht die­ses Kon­strukt weit über das ding­li­che Wohn­recht hin­aus.

Beim ding­li­chen Wohn­recht, eine Mög­lich­keit des vor­zei­ti­gen Erbes, ist es eben nur ein Wohn­recht – mehr nicht. Stel­le man sich vor, die gesund­heit­li­che Situa­ti­on ver­än­dert sich, man muss in ein Pfle­ge­heim. Stel­le man sich vor, man möch­te umzie­hen, viel­leicht noch ein paar Jah­re in den Süden. Per sofort ist das ding­li­che Wohn­recht ver­wirkt. Ein Anspruch auf einen finan­zi­el­len Aus­gleich exis­tiert nicht. Aus­ge­zo­gen heißt aus­ge­zo­gen; wohin, wann und wes­halb auch immer. Ganz anders bei der Immo­bi­li­en­ver­ren­tung. »Nut­zung« bedeu­tet eben auch, dass das Objekt bei­spiels­wei­se ver­mie­tet wer­den kann und mit den Ein­nah­men die Kos­ten für ein wür­di­ges Senio­ren­heim oder die eige­nen Miet­kos­ten in einem fer­nen Domi­zil auf­ge­fan­gen wer­den könn­ten.

Eine wei­te­re Mög­lich­keit, zu Leb­zei­ten noch mal den finan­zi­el­len Spiel­raum zu erhö­hen, ist die Umkehr­hy­po­thek. Dabei wird das Eigen­tum belie­hen und die­ser Kre­dit wird inklu­si­ve Til­gung wie bei einer her­kömm­li­chen Finan­zie­rung abge­tra­gen. Die­ses Kon­strukt bie­tet sich eher für Fami­li­en mit vor­han­de­nen Erben an und soll­te durch­aus mit Bedacht gewählt wer­den. Sobald der Erb­fall ein­tritt, müs­sen die­se Erben – so sie das Objekt wirk­lich behal­ten möch­ten – den kom­plet­ten offen­ste­hen­den Betrag über­neh­men bzw. ablö­sen.

Natür­lich kann der Lebens­abend auch durch den simp­len Ver­kauf des Wohn­ei­gen­tums ver­süßt wer­den. Das zu groß gewor­de­ne Heim gegen eine klei­ne­re Woh­nung zu tau­schen, macht für vie­le Men­schen Sinn. Weni­ger Raum macht weni­ger Mühe. Der Rest kann dann ganz nach Wunsch ein­ge­setzt wer­den. Aber – leicht nach­voll­zieh­bar – die­ser ver­blei­ben­de Rest ist begrenzt. Irgend­wann sind die Mit­tel auf­ge­braucht. Ent­spann­te Plan­bar­keit schreibt sich anders. Schon wie­der steht die Sche­re von Zeit und Geld vor der Tür. Die Pro­ble­ma­tik ist eine für jeden lebens­fro­hen Men­schen mehr als posi­ti­ve. Die dem­ago­gi­sche Ent­wick­lung zeigt mehr als deut­lich, dass Men­schen heut­zu­ta­ge immer älter wer­den. Und so kön­nen Sie mit der Immo­bi­li­en­ver­ren­tung in Ruhe den gol­de­nen Herbst beschrei­ten. In die­sem Sin­ne wünscht die DEGIV Imren und Yikil­maz GbR noch vie­le gesun­de und erfül­len­de Jah­re, berät ger­ne zu sämt­li­chen Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten und steht ger­ne für Fra­gen und Ant­wor­ten zur Ver­fü­gung.