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Energiesparen: Welche Maßnahmen sich für ältere Immobilien lohnen

Erol Jasharoski
Geschrieben von:
Erol Jasharoski

Seit der Energiekrise und dem nachfolgenden, bislang unvollendeten Update des Gebäudeenergiegesetzes ist Energieeffizienz ein viel diskutiertes Thema. Viele Menschen sind verunsichert und stellen sich Fragen wie: Sollte ich meine Heizanlage durch eine Wärmepumpe austauschen? Was wird die energetische Modernisierung meiner Immobilie kosten? Wie kann ich mit den steigenden Energiekosten umgehen? Aus diesem Grund haben wir Norbert Endres, einen qualifizierten Umweltschutztechniker und Experten für Energieeffizienz, in unseren “Immobilien & Rente”-Podcast eingeladen. Dank der Unterstützung der Verbraucherzentrale Energieberatung besuchte er uns in unserem Münchner Büro. Im Gespräch klärt er alle Unklarheiten rund um das Thema Energieeffizienz und versucht, Bedenken bezüglich der oftmals einfachen und kosteneffizienten Maßnahmen zu zerstreuen. Diese Maßnahmen helfen nicht nur beim Erreichen des Ziels einer klimafreundlichen Welt, sondern können Ihnen auch erhebliche Energiekosten einsparen. In der ersten Episode des Interviews konzentrieren wir uns neben einer Einführung in Norbert Endres und seinen beruflichen Hintergrund vor allem auf einfache und kostengünstige Möglichkeiten, Heizenergie in Ihrem Zuhause zu sparen.

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Energiesparen: Wieso es sich lohnen kann

Das Gebäudeenergiegesetz ist weit mehr als ein Stapel Papier in den Tiefen der Bürokratie. In einer Zeit, in der die Energiekrise und die Klimafrage dringlicher denn je sind, setzt dieses Gesetz neue Standards. Es ist der Dreh- und Angelpunkt für alle, die ihre Gebäude energetisch optimieren wollen – seien es Privatpersonen oder Unternehmer.

Klimaneutralität: Ein Ziel unter Zeitdruck

Der unaufhaltsame Lauf der Uhr: Deutschlands Klimaziele im Fokus

Das Erreichen der globalen Klimaziele wird mit jedem Jahr schwieriger, und Deutschland ist da keine Ausnahme. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2030 den Ausstoß von Treibhausgasen um mindestens 55% gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Bis zum Jahr 2050 strebt das Land sogar die vollständige Klimaneutralität an. Diese ambitionierten Ziele sind Teil des deutschen Beitrags zum globalen Kampf gegen den Klimawandel und folgen den Empfehlungen internationaler Abkommen wie dem Pariser Abkommen.

Doch die Uhr tickt. Trotz der Fortschritte in der Erneuerbaren-Energien-Technologie sind wir noch weit entfernt von den gesteckten Zielen. Um diese zu erreichen, müssten nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch der Verkehrssektor, die Industrie und die Landwirtschaft grundlegend umgestaltet werden.

Expertenkonsens: Der Wandel ist alternativlos

Die Forschung ist eindeutig. Versicherungen, Wissenschaftler und Klimaexperten sind sich einig, dass der Übergang zu erneuerbaren Energien nicht mehr nur eine Option, sondern eine unumgängliche Notwendigkeit ist. In einer Welt, die zunehmend von extremen Wetterereignissen, steigendem Meeresspiegel und schmelzenden Gletschern geprägt ist, haben wir keine Zeit mehr zu verlieren.

Die Macht der Fossillobby: Ein sinkendes Schiff

Die Gegenbewegung, hauptsächlich finanziert durch die fossile Brennstoffindustrie, versucht, den Fortschritt zu verlangsamen und Unsicherheit zu säen. Doch während die fossilen Energieträger langsam aber sicher an Bedeutung verlieren, steigt der Einfluss der erneuerbaren Energien und ihrer Befürworter stetig an. Die Argumente für den grünen Wandel sind sowohl ökologisch als auch ökonomisch überzeugend.

Das neue Heizungsgesetz: Warum Panik fehl am Platz ist

Modernisieren statt Bangen

Alte Heizungssysteme sind in der Tat sowohl finanzielle als auch ökologische Sorgenkinder. Das neue Heizungsgesetz hat den klaren Fokus, ineffiziente und umweltschädliche Heizungssysteme schrittweise zu ersetzen. Trotz der klaren Vorteile dieses Vorhabens gibt es vielerorts Ängste und Bedenken, oft geprägt von der Sorge, gezwungen zu sein, die alte Heizung auszutauschen.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass viele dieser Ängste nicht rational sind. Das Gesetz zielt nicht darauf ab, die Bürger zu gängeln, sondern sie vor den stetig steigenden Energiepreisen – insbesondere für fossile Brennstoffe wie Gas – zu schützen. Ein Wechsel zu einem effizienteren System wie einer Wärmepumpe kann langfristig erhebliche Einsparungen bringen, sowohl bei den Energiekosten als auch bei den CO2-Emissionen. Die anfänglichen Investitionskosten können oft durch staatliche Förderprogramme und durch die langfristigen Einsparungen mehr als ausgeglichen werden.

Wärmepumpen: ein Modernes Wunder

Wärmepumpen stellen eine ausgezeichnete Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen wie Gas- oder Ölheizungen dar. Aber wie funktionieren sie eigentlich? Im Grunde genommen agieren Wärmepumpen als eine Art “Energieumwandler”. Sie nutzen die vorhandene Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser und heben diese auf ein Niveau an, das ausreicht, um ein Gebäude zu heizen. Dabei arbeiten sie extrem effizient: Für jede Einheit an elektrischer Energie, die sie verbrauchen, können sie mehrere Einheiten an thermischer Energie bereitstellen.

Diese hohe Effizienz trägt dazu bei, den Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren. Darüber hinaus sind sie oft einfacher zu installieren als man denkt und können sogar in bestehende Heizsysteme integriert werden. Das macht sie zu einer attraktiven Option für alle, die nicht nur ihrer Geldbörse, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun möchten.

Wirtschaftliche Gebäudedämmung: Wo fängt man an?

Decken und Böden: Anfangen, wo es am meisten bringt

Die Dämmung ist ein zentraler Aspekt, wenn es darum geht, ein Gebäude energieeffizient zu gestalten. Besonders Decken und Böden sind oftmals Schwachstellen, durch die viel Wärme verloren gehen kann. Eine gut durchgeführte Dämmung in diesen Bereichen kann daher zu einer erheblichen Reduzierung des Heizenergiebedarfs führen. Das Gute daran ist: Die Kosten für diese Art der Dämmung halten sich oft in Grenzen, sodass die Investition schnell zu einer messbaren Ersparnis führt.

Die Dämmmaterialien und ‑techniken haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Materialien wie Mineralwolle, Zellulose oder expandiertes Polystyrol (EPS) bieten eine hohe Dämmwirkung und sind gleichzeitig vergleichsweise kostengünstig. Durch die Verwendung dieser Materialien kann die Wärme im Inneren des Gebäudes besser gespeichert werden, was den Bedarf an extern zugeführter Energie verringert.

Besonders in älteren Gebäuden, die ursprünglich ohne ausreichende Dämmung errichtet wurden, können solche Maßnahmen Wunder wirken. Und wer sich um die Finanzierung sorgt, sollte bedenken: Es gibt zahlreiche Förderprogramme und Zuschüsse, die bei der Umsetzung von Dämmprojekten helfen können. So wird die Investition nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

Wanddämmung: Augenmerk auf fensterlose Flächen

Bei der Planung einer Wanddämmung ist es wichtig, die fensterlosen Bereiche zuerst in Angriff zu nehmen. Wenn an einer zu dämmenden Wand jedoch auch Fenster vorhanden sind, bietet es sich an, diese gleichzeitig zu modernisieren. Indem man die Wanddämmung und die Fenstererneuerung kombiniert, kann man Synergien nutzen: Der Arbeitsaufwand für die Installation ist nur einmal nötig, und die Materialkosten können durch Mengenrabatte oft reduziert werden. Darüber hinaus bieten moderne Fenster nicht nur bessere Wärmedämmung, sondern auch verbesserten Schallschutz und erhöhte Einbruchsicherheit.

Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es, die Energieeffizienz des Gebäudes signifikant zu steigern und langfristig Kosten zu sparen. Und denken Sie daran: Auch hier gibt es Fördermöglichkeiten, die den finanziellen Aufwand erheblich reduzieren können.

Vorschau: Was Sie im nächsten Beitrag erwartet

Unser nächster Blogbeitrag wird sich intensiv mit den Möglichkeiten zur Reduzierung des Stromverbrauchs in Ihrem Haushalt beschäftigen. Wir werden Tipps und Tricks vorstellen, die Ihnen dabei helfen, Ihren Lebensstil nachhaltiger zu gestalten.

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