Der deutsche Immobilienmarkt hat in den vergangenen Jahren spürbare Bewegungen erlebt. Steigende Zinsen, veränderte Nachfrage und eine zunehmende Zurückhaltung bei Kaufentscheidungen haben viele Eigentümer und Investoren verunsichert. Umso wichtiger ist es, aktuelle Marktsignale richtig einzuordnen und nicht allein auf Schlagzeilen oder Einzelmeinungen zu reagieren. Das ImmoScout WohnBarometer Q4 2025 liefert hierfür eine fundierte Datenbasis und zeigt, wie sich Angebotspreise und Nachfrage im aktuellen Marktumfeld entwickeln.
Für Sie sind diese Informationen besonders relevant, Sie treffen Entscheidungen oft mit langfristiger Wirkung, sei es im Hinblick auf Verkauf, Investition, Vermögenssicherung oder Liquiditätsplanung im Ruhestand. Wer Marktbewegungen frühzeitig versteht, kann Chancen erkennen und Risiken besser steuern. Gleichzeitig gilt es, Zahlen und Statistiken richtig zu lesen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
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Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Ergebnisse des WohnBarometers Q4 2025 ein und stellt sie in einen praxisnahen Zusammenhang. Sie erhalten einen Überblick darüber, welche Entwicklungen aktuell den Kauf- und Mietmarkt prägen und welche Fragestellungen sich daraus für Ihre persönliche oder unternehmerische Strategie ableiten lassen. Ziel ist es, Ihnen eine sachliche Entscheidungsgrundlage zu bieten, ohne Trends zu überzeichnen oder einzelne Aspekte isoliert zu betrachten.
Das Wichtigste in Kürze
Was sagt das WohnBarometer über Q4 2025?
Das WohnBarometer Q4 2025 zeigt steigende Angebotspreise bei Eigentumswohnungen in ganz Deutschland und allen acht Metropolen sowie eine klare Nachfrageverschiebung von ländlichen Regionen in urbane Standorte.
Warum steigen die Kaufpreise trotz hoher Bauzinsen weiter?
Trotz Bauzinsen von 4 – 4,5 % bleiben Metropolen wie Berlin, München und Hamburg gefragt, weil Käufer Wertstabilität, Infrastruktur und Arbeitsmarktstärke priorisieren und Verkäufer Angebotspreise entsprechend höher ansetzen. Gleichzeitig muss man diese Angebotspreise vorsichtig bewerten, da die finalen Verkaufspreise erst zeitversetzt vorgestellt werden z.B. durch Gutachterausschuss im ersten Halbjahr 2026.
Welche regionalen Unterschiede gibt es zwischen Stadt und Land?
Laut Wohnbarometer Q4 2025, steigt die Kaufnachfrage in den Top-8-Metropolen um etwa +1 %, während sie im ländlichen Raum um rund –8 % sinkt, was eine Konzentration auf urbane Immobilienmärkte bestätigt.
Warum sind Eigentumswohnungen gefragter als Einfamilienhäuser?
Eigentumswohnungen gelten als besser kalkulierbar, da Instandhaltungskosten in Wohnungseigentümergemeinschaften verteilt sind und energetische Sanierungen planbarer erfolgen als bei Einfamilienhäusern mit Einzelrisiko.
Podcast-Empfehlung: Marktdaten im Praxisdialog
Zahlen und Marktberichte liefern wichtige Orientierung, lassen aber oft offen, wie sie im konkreten Alltag zu bewerten sind. In der begleitenden Podcast-Folge zu diesem Beitrag werden die Ergebnisse des ImmoScout WohnBarometers Q4 2025 deshalb nicht nur zusammengefasst, sondern aus unsere Sicht eingeordnet. Sie erhalten zusätzliche Einblicke, wie Angebotspreise, Nachfrageindikatoren und regionale Unterschiede in der Praxis interpretiert werden und welche Schlussfolgerungen daraus realistisch gezogen werden können.
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Was das WohnBarometer wirklich zeigt und was nicht
Angebotspreise als Frühindikator, nicht als Abschlusswert
Das ImmoScout WohnBarometer bildet die Entwicklung von Angebotspreisen und Nachfrageindikatoren auf Basis veröffentlichter Inserate ab. Damit zeigt es, wie Verkäufer und Anbieter den Markt aktuell einschätzen und welche Preisvorstellungen sie am Markt platzieren. Für Ihre Orientierung ist das wertvoll, weil sich daraus Trends ableiten lassen, etwa ob Preisniveaus steigen, stagnieren oder unter Druck geraten.
Gleichzeitig ist wichtig zu verstehen, dass Angebotspreise nicht mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen gleichzusetzen sind. Der notarielle Verkaufspreis entsteht erst im Verhandlungsprozess zwischen Käufer und Verkäufer. In Phasen mit Unsicherheit oder erhöhtem Finanzierungsdruck setzen viele Anbieter bewusst höher an, um Spielraum für Preisgespräche zu haben. Für Kapitalanleger und Eigentümer bedeutet das, dass sichtbare Preissteigerungen nicht automatisch zu höheren realen Verkaufserlösen führen müssen.
Nachfragezahlen richtig interpretieren
Auch die im WohnBarometer ausgewiesenen Nachfragewerte sollten differenziert betrachtet werden. Gezählt werden unter anderem Kontaktaufnahmen und Suchaktivitäten auf der Plattform. Diese Signale zeigen, wie aktiv sich Interessenten mit Angeboten beschäftigen, nicht jedoch, wie viele Transaktionen tatsächlich zustande kommen oder zu welchen Konditionen sie abgeschlossen werden.
Ein Teil der Anfragen entsteht aus Preisverhandlungen oder Marktsondierungen. Interessenten prüfen, ob ein Objekt verhandelbar ist oder ob sich ein Einstieg unterhalb des Angebotspreises realisieren lässt. Für Ihre Planung ist daher entscheidend, Nachfrageindikatoren als Stimmungs- und Aktivitätsmesser zu nutzen, nicht als direkte Ableitung für Absatzgeschwindigkeit oder Preisniveau.
Wie Sie die Daten sinnvoll für Ihre Entscheidungen nutzen
Für eine fundierte Einordnung empfiehlt es sich, das WohnBarometer mit weiteren Informationsquellen zu kombinieren, etwa mit regionalen Marktberichten, aktuellen Finanzierungskonditionen oder eigenen Verkaufserfahrungen. Hilfreich ist insbesondere:
- die Entwicklung über mehrere Quartale zu betrachten, statt einzelne Werte isoliert zu bewerten,
- regionale Unterschiede konsequent zu berücksichtigen,
- Angebotspreise als Orientierungsrahmen und nicht als Zielpreis zu verstehen.
So können Sie Marktbewegungen besser einordnen und vermeiden, kurzfristige Ausschläge überzubewerten.
Kaufmarkt Q4 2025: Metropolen im Plus – Land im Minus
Im vierten Quartal 2025 zeigt sich im Kaufmarkt eine klare regionale Verschiebung. Während sich die Nachfrage in den großen Metropolen leicht belebt, verliert der ländliche Raum spürbar an Aufmerksamkeit. In den acht größten Städten steigt das Kaufinteresse gegenüber dem Vorquartal um +1 %, während es in ländlichen Regionen um –8 % zurückgeht. Auch das Umland der Metropolen und kleinere kreisfreie Städte verzeichnen leichte Rückgänge.

Parallel dazu entwickeln sich die Angebotspreise in den Metropolen stabil bis steigend. Eigentumswohnungen im Bestand legen deutschlandweit um +1,0 % im Quartal zu, Neubauwohnungen um +0,9 %. Besonders dynamisch zeigt sich Berlin mit einem Quartalsanstieg von +2,3 % bei Bestandswohnungen. Leipzig folgt mit +2,2 %, bleibt jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau. München bleibt die teuerste Metropole, wächst aber moderater.
Für Kapitalanleger bedeutet diese Entwicklung, dass urbane Standorte weiterhin eine hohe Marktliquidität und stabile Nachfrage aufweisen. Kaufentscheidungen lassen sich dort meist besser kalkulieren, auch wenn Einstiegspreise höher sind. Für Eigentümer in Städten verbessert sich die Ausgangslage bei Verkaufs- oder Strukturentscheidungen, da eine breite Nachfragebasis vorhanden bleibt.
Warum ländliche Regionen an Interesse verlieren
Im ländlichen Raum ist die Zurückhaltung deutlich ausgeprägter. Kaufinteressenten prüfen Standorte kritischer, insbesondere im Hinblick auf langfristige Nachfrage, Infrastruktur und Wiederverkaufsfähigkeit. Der während der Pandemie starke Trend zu Homeoffice und Wohnraum im Grünen verliert an Bedeutung, da viele Unternehmen wieder stärker auf Präsenz setzen.
Hinzu kommt, dass Käufer bei steigenden Finanzierungskosten Risiken vermeiden. Regionen mit begrenzter Marktliquidität oder schwächerer wirtschaftlicher Perspektive werden häufiger gemieden. Für Eigentümer in solchen Lagen kann das längere Vermarktungszeiten und einen höheren Preisdruck bedeuten. Eine realistische Preisfindung gewinnt hier an Bedeutung.
Konsequenzen für Ihre Standortstrategie
Für Ihre Entscheidungen lassen sich aus dieser Entwicklung mehrere Ableitungen treffen:
- Kapitalanleger profitieren aktuell eher von stabilen Stadtlagen und wirtschaftlich starken Regionen.
- Eigentümer im ländlichen Raum sollten Marktzyklen und regionale Nachfrage sorgfältig beobachten.
- Bestandsplanung gewinnt an Bedeutung, da nicht jeder Standort gleichermaßen von einer Markterholung profitiert.
Und diese regionale Differenzierung wirkt sich nicht nur auf Preise aus, sondern auch auf die Attraktivität einzelner Objektarten. Welche Rolle Wohnungen und Häuser dabei spielen, wird im nächsten Abschnitt näher betrachtet.
Wohnungen vs. Häuser: Warum Wohnungen gefragter sind
Planbarkeit und geringeres Einzelrisiko
Im aktuellen Marktumfeld zeigt sich, dass Eigentumswohnungen bei vielen Käufern und Investoren stärker nachgefragt werden als Einfamilienhäuser. Ein wesentlicher Grund liegt in der besseren Planbarkeit. In einer Wohnung sind größere Instandhaltungsmaßnahmen in der Regel auf mehrere Eigentümer verteilt. Kosten für Dach, Fassade oder Haustechnik werden gemeinschaftlich getragen und lassen sich über Rücklagen besser kalkulieren.
Bei einem Einfamilienhaus tragen Sie sämtliche Investitionen allein. Unerwartete Ausgaben für Heizung, Dämmung oder Dach können schnell hohe Summen erreichen. In Zeiten steigender Bau- und Finanzierungskosten wirkt dieses Einzelrisiko auf viele Käufer abschreckend. Für Kapitalanleger bedeutet das, dass Wohnungen häufig als stabilere und kalkulierbarere Anlage wahrgenommen werden.

Energie, Sanierung und regulatorische Unsicherheit
Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Bedeutung energetischer Anforderungen. Viele Bestandshäuser stehen vor Sanierungsbedarf, etwa im Bereich Heiztechnik oder Wärmedämmung. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Förderprogramme verändern sich regelmäßig. Das erschwert langfristige Kalkulationen und erhöht die Unsicherheit bei der Investitionsentscheidung.
Wohnungen in größeren Anlagen profitieren häufig von gebündelten Sanierungsmaßnahmen und professioneller Verwaltung. Maßnahmen lassen sich besser planen und auf mehrere Schultern verteilen. Für Käufer reduziert sich dadurch das Risiko einzelner Fehlentscheidungen. Auch die Finanzierung solcher Objekte wird von Banken oft als strukturierter und transparenter eingeschätzt.
Liquidität und Vermarktungsfähigkeit
Neben den Kostenaspekten spielt die spätere Veräußerbarkeit eine wichtige Rolle. Wohnungen sprechen in der Regel eine breitere Zielgruppe an, darunter Eigennutzer, Kapitalanleger und Altersvorsorger. Dadurch bleibt die Marktliquidität meist höher. Einfamilienhäuser sind stärker vom lokalen Nachfrageprofil abhängig und reagieren sensibler auf regionale Schwankungen.
Für Ihre Strategie kann dies bedeuten:
- Kapitalanleger profitieren von besserer Vermietbarkeit und höherer Wiederverkaufsfähigkeit.
- Senioren mit Immobilieneigentum erhalten mehr Flexibilität bei der Planung künftiger Schritte.
- Finanzierungen lassen sich bei Wohnungen oft stabiler strukturieren.
Und diese Unterschiede wirken sich nicht nur auf den Kaufmarkt aus, sondern auch auf die Dynamik im Mietsegment und das Verhalten von Haushalten. Welche Entwicklungen dort aktuell zu beobachten sind, wird im nächsten Abschnitt betrachtet.
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Mietmarkt und Stimmung: Warum die Nachfrage einbricht trotz Wohnungsmangel
Im vierten Quartal 2025 ist die Nachfrage nach Mietwohnungen deutlich zurückgegangen. In den großen Metropolen sinkt die Zahl der Suchanfragen und Kontaktaufnahmen spürbar, ebenso in kleineren Städten und im Umland. Dieser Rückgang ist zwar saisonal nicht ungewöhnlich, fällt in seiner Stärke jedoch deutlich höher aus als in den Vorjahren.
Gleichzeitig bleibt das strukturelle Angebot an Wohnraum knapp. Neubautätigkeit und Fluktuation reichen weiterhin nicht aus, um den Bedarf vollständig zu decken. Der Rückgang der Nachfrage ist daher kein Zeichen für eine Entspannung des Wohnungsmarktes, sondern spiegelt vielmehr eine zunehmende Zurückhaltung der Haushalte wider.

Finanzielle Belastung als zentraler Treiber
Ein wesentlicher Grund für die sinkende Mietnachfrage liegt in der steigenden finanziellen Belastung vieler Haushalte. Neuvertragsmieten liegen deutlich über Bestandsmieten. Für viele Interessenten wird ein Wohnungswechsel damit zu einem erheblichen Kostenrisiko. Statt aktiv zu suchen, verbleiben Haushalte in bestehenden Mietverhältnissen, auch wenn sich ihre Wohnsituation verändert hat.
Hinzu kommt eine gedämpfte Konsum- und Zukunftsstimmung. Unsicherheit über wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsplatzsicherheit und Lebenshaltungskosten führt dazu, dass größere finanzielle Entscheidungen verschoben werden. Umzüge werden vermieden, selbst wenn der Wohnraum eigentlich nicht mehr optimal passt. Diese Zurückhaltung wirkt sich direkt auf die gemessene Nachfrage im Mietmarkt aus.
Auswirkungen für Kapitalanleger und Eigentümer
Für Kapitalanleger bedeutet diese Entwicklung, dass Nachfrage zwar grundsätzlich vorhanden bleibt, sich aber stärker auf bezahlbare Segmente konzentriert. Hochpreisige Angebote benötigen oft längere Vermarktungszeiten und realistische Mietansätze. Gleichzeitig bleibt die langfristige Wohnraumnachfrage stabil, da der strukturelle Mangel nicht kurzfristig behoben wird.
Auch für Eigentümer ergibt sich ein differenziertes Bild. Einerseits sichern knappe Märkte weiterhin stabile Mietniveaus. Andererseits wächst die Sensibilität der Mieter gegenüber Preissteigerungen. Eine nachhaltige Vermietungsstrategie gewinnt damit an Bedeutung.
Und diese finanzielle Zurückhaltung im Mietmarkt hat auch Auswirkungen auf die Überlegungen vieler Eigentümer, wie sie ihr gebundenes Vermögen künftig nutzen oder absichern können. Dieser Zusammenhang wird im nächsten Abschnitt näher betrachtet.

Immobilienverrentung im Kontext des Wohnbarometers Q4 2025
Viele Eigentümer verfügen über einen hohen Immobilienwert, während die laufenden Einkünfte im Ruhestand begrenzt sind. Gleichzeitig steigen Lebenshaltungskosten, Instandhaltungsaufwand und teilweise auch Ausgaben für Gesundheit oder Unterstützung im Alltag. In einem Marktumfeld mit schwankender Nachfrage und steigenden Finanzierungskosten gewinnt eine vorausschauende Vermögensplanung an Bedeutung.
Die Immobilienverrentung bietet Ihnen die Möglichkeit, gebundenes Kapital aus Ihrer Immobilie freizusetzen und dennoch in Ihrem vertrauten Zuhause zu bleiben. Je nach Modell kann dies über einen Verkauf mit Wohnrecht oder Nießbrauch erfolgen. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass Liquidität entsteht, ohne dass ein Umzug notwendig wird oder die gewohnte Lebenssituation aufgegeben werden muss.
Strategische Einsatzfelder für Senioren und Kapitalanleger
Für Senioren eröffnet die Immobilienverrentung mehrere Gestaltungsspielräume:
- Sicherung des Lebensstandards im Ruhestand durch zusätzliche monatliche Mittel oder Einmalzahlungen.
- Finanzierung von Modernisierungen, um die Immobilie langfristig nutzbar zu halten.
- Entlastung von Angehörigen durch klare Vermögensstruktur und frühzeitige Regelung.
- Schaffung finanzieller Reserven für Pflege- oder Betreuungssituationen.
Auch für Kapitalanleger ist das Segment relevant. Verrentungsimmobilien erfordern eine langfristige Perspektive, eine fundierte Bewertung von Lage, Objektzustand und Restnutzungsdauer sowie eine realistische Kalkulation von Ertrag und Kapitalbindung. Gleichzeitig können solche Investments bei professioneller Strukturierung stabile Rahmenbedingungen bieten.
Entscheidungssicherheit durch frühzeitige Planung
Wesentlich ist, dass Entscheidungen nicht unter Zeitdruck getroffen werden. Eine frühzeitige Analyse Ihrer persönlichen Ziele, Ihrer familiären Situation und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schafft Planungssicherheit. Ergänzend empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern, die sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Aspekte begleiten können.
Und genau diese strukturierte Herangehensweise bildet die Grundlage für eine nachhaltige Vermögensstrategie im Ruhestand. Im abschließenden Kapitel werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengeführt und konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Fazit und Handlungsempfehlungen
Der Blick auf das WohnBarometer und die begleitenden Marktentwicklungen zeigt, wie stark sich regionale Unterschiede und Objektarten aktuell auf den Immobilienmarkt auswirken. Während urbane Standorte weiterhin von stabiler Nachfrage profitieren, reagieren ländliche Regionen sensibler auf wirtschaftliche Unsicherheit und Finanzierungskosten. Gleichzeitig wird deutlich, dass Angebotspreise als Orientierungsgröße dienen, jedoch nicht automatisch den tatsächlichen Marktwert widerspiegeln.
Für Ihre Entscheidungen ergibt sich daraus ein klarer Handlungsrahmen. Eine pauschale Marktbetrachtung reicht nicht aus. Stattdessen sollten Sie Standortqualität, Objektzustand und Ihre persönlichen Ziele in den Mittelpunkt stellen. Hilfreich kann dabei eine strukturierte Vorgehensweise sein:
- Prüfen Sie regelmäßig die regionale Marktentwicklung und vergleichen Sie mehrere Datenquellen.
- Kalkulieren Sie konservativ und berücksichtigen Sie Finanzierung, Instandhaltung und mögliche Vermarktungszeiten.
- Bewerten Sie Ihre Immobilie nicht nur unter Renditeaspekten, sondern auch im Hinblick auf Flexibilität und Liquidität.
- Ziehen Sie bei komplexen Entscheidungen fachliche Unterstützung hinzu.
Für Senioren gewinnt zudem die frühzeitige Planung an Bedeutung, um finanzielle Spielräume im Ruhestand zu sichern und Belastungen für Angehörige zu vermeiden. Kapitalanleger profitieren von einer klaren Strategie, die langfristige Stabilität und Risikosteuerung in den Vordergrund stellt.














