Immobilienmarkt 2026: Preise, Zinsen, Ausblick

Erol Jasharoski
Geschrieben von:
Erol Jasharoski

Der Immobilienmarkt hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Nach der Phase stark steigender Preise bis 2022 folgten Korrekturen, Unsicherheit und neue Rahmenbedingungen. Ende 2025 stehen viele Eigentümer und Kapitalanleger vor der Frage, wie belastbar die aktuellen Immobilienpreise tatsächlich noch sind und welche Entscheidungen jetzt sinnvoll erscheinen. Besonders die Entwicklung der Bauzinsen spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie die Finanzierbarkeit, die Nachfrage und letztlich auch die Preisfindung maßgeblich beeinflusst.

Gleichzeitig klaffen Wahrnehmung und Realität häufig auseinander. Während einzelne Schlagzeilen bereits wieder von einer Erholung sprechen, zeigt sich im Markt ein deutlich differenzierteres Bild. Kaufentscheidungen werden vertagt, Preisverhandlungen ziehen sich hin und viele Angebote bleiben länger am Markt. Für Senioren mit Immobilienbesitz ebenso wie für Kapitalanleger entsteht daraus ein erhöhter Orientierungsbedarf.

Dieser Beitrag soll die aktuelle Situation sachlich einordnen und einen Ausblick auf den Immobilienmarkt 2026 geben. Er beleuchtet, wo der Immobilienmarkt Ende 2025 tatsächlich steht, welche Rolle das anhaltend hohe Zinsniveau spielt und warum die Preisfindung vielerorts noch nicht abgeschlossen ist. Außerdem wird aufgezeigt, welche strategischen Überlegungen sich daraus für Eigentümer und Kapitalanleger ergeben.

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Das Wichtigste in Kürze

Warum stehen der Immobilienmarkt 2026 weiter unter Druck?

Die Immobilienpreise stehen unter Druck, weil Bauzinsen von 4,0 bis 4,5 % die Finanzierbarkeit stark einschränken. Kapitalanleger rechnen strenger, wodurch sich marktgerechte Preise vielerorts erst 10–20 % unter heutigen Angebotspreisen einstellen.


Welche Rolle spielen Bauzinsen für die Preisentwicklung von Immobilien?

Bauzinsen sind der zentrale Preistreiber, da bereits +1 Prozentpunkt Zins die monatliche Belastung um rund 15–20 % erhöht. Das reduziert die Kaufkraft und zwingt Preise zur Anpassung an die Zinsrealität.


Warum reichen Marktwertgutachten allein nicht für Entscheidungen aus?

Marktwertgutachten spiegeln Angebotspreise wider, nicht zwingend erzielte Verkaufspreise. In der aktuellen Phase zeigen sich Anpassungen früher in langen Vermarktungszeiten, Nachverhandlungen und ausbleibenden Abschlüssen als in statistischen Kurven.


Welche Bedeutung hat Immobilienverrentung im aktuellen Marktumfeld?

Die Immobilienverrentung gewinnt auch 2025 weiter an Bedeutung, weil sie Verkäufe auch ohne kurzfristige Marktspitzen ermöglicht. Modelle wie Nießbrauch oder Wohnungsrecht funktionieren auch in Seitwärtsmärkten, sofern der Verkehrswert realistisch angesetzt wird.


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Für Sie als Leser bietet der Podcast die Möglichkeit, Hintergründe besser nachzuvollziehen und Entscheidungslogiken aus der Praxis kennenzulernen. Gerade in einer Marktphase, in der viele Entscheidungen vertagt werden, hilft diese zusätzliche Einordnung, Entwicklungen realistisch einzuordnen und Erwartungen zu justieren.

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Immobilienmarkt 2026 – Realität statt Hoffnung

Der Immobilienmarkt zeigt sich Ende 2025 deutlich ruhiger als noch zu Anfang des Jahres erwartet. Transaktionen finden weiterhin statt, doch sie folgen anderen Regeln als noch vor wenigen Jahren. Viele Marktteilnehmer agieren vorsichtig, prüfen länger und stellen höhere Anforderungen an Preis und Wirtschaftlichkeit. Das führt dazu, dass Verkaufsprozesse mehr Zeit benötigen und Entscheidungen seltener spontan getroffen werden.

Auffällig ist dabei, dass die Zurückhaltung nicht auf mangelndes Interesse zurückzuführen ist. Sowohl Kapitalanleger als auch private Käufer beobachten den Markt sehr genau. Sie vergleichen intensiver und wägen Risiken stärker ab. Für Eigentümer bedeutet das, dass Nachfrage zwar vorhanden ist, sich aber nicht automatisch in Abschlüsse übersetzt.

Kapitalanleger zwischen Kalkulation und Abwarten

Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei Kapitalanlegern. Sie sind weiterhin aktiv, treten aber deutlich selektiver auf. Investitionsentscheidungen orientieren sich stärker an belastbaren Zahlen und weniger an langfristigen Hoffnungen. Angebote, die vor einigen Jahren schnell Käufer gefunden hätten, bleiben heute häufiger länger am Markt.

Typische Merkmale dieser Marktphase sind:

  • längere Entscheidungsprozesse bei Kaufinteressenten
  • intensivere Preisverhandlungen
  • steigende Sensibilität für laufende Kosten und Renditeannahmen

Diese Entwicklung betrifft nicht nur einzelne Regionen, sondern zeigt sich in vielen Teilen Deutschlands. Auch gut nachgefragte Standorte sind davon nicht ausgenommen.

Wunschpreise und Marktpreise driften auseinander

Ein zentrales Merkmal des Marktes Ende 2025 ist die zunehmende Lücke zwischen den Preisvorstellungen vieler Verkäufer und dem, was Käufer bereit sind zu zahlen. In vielen Fällen basieren Wunschpreise noch auf früheren Marktphasen, während Käufer ihre Kalkulation an aktuellen Rahmenbedingungen ausrichten. Daraus entsteht eine Phase der Preisfindung, die Zeit benötigt.

Für Senioren mit Immobilienbesitz und für Kapitalanleger ist diese Situation anspruchsvoll. Entscheidungen lassen sich nicht mehr allein auf Erfahrungswerte stützen. Stattdessen gewinnt eine realistische Einschätzung der aktuellen Marktlage an Bedeutung.

Bauzinsen als entscheidender Preistreiber

Die Bauzinsen haben sich zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Immobilienpreise entwickelt. Ende 2025 bewegen sich die Konditionen für langfristige Finanzierungen auf einem Niveau, das viele Marktteilnehmer vor neue Rechenaufgaben stellt. Für Käufer entscheidet nicht mehr allein der Kaufpreis über eine Investition, sondern vor allem die Frage, ob sich die Finanzierung dauerhaft tragen lässt.

Gerade Kapitalanleger kalkulieren heute deutlich strenger. Sie vergleichen Immobilieninvestitionen mit alternativen Anlageformen und prüfen, ob das Verhältnis von Kaufpreis, laufenden Kosten und erwarteten Erträgen noch stimmig ist. Steigende Zinsen wirken dabei wie ein Filter, der viele Projekte aussortiert, die unter früheren Bedingungen noch funktioniert hätten.

Der Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Kaufkraft

Ein höheres Zinsniveau reduziert unmittelbar die finanzielle Reichweite von Käufern. Bereits moderate Veränderungen der Konditionen führen dazu, dass sich Monatsraten spürbar erhöhen. Das hat zur Folge, dass viele Interessenten entweder kleinere Objekte ins Auge fassen oder ihre Preisvorstellungen deutlich nach unten anpassen.

Typische Effekte dieser Entwicklung sind:

  • geringere maximale Kaufpreise bei gleicher Eigenkapitalquote
  • stärkere Gewichtung von laufenden Erträgen gegenüber Wertsteigerung
  • steigende Bedeutung konservativer Kalkulationen

Diese Mechanik betrifft Eigennutzer ebenso wie Kapitalanleger. Für den Markt insgesamt bedeutet das, dass sich Preisniveaus an die neue Finanzierungsrealität anpassen müssen, wenn Transaktionen stattfinden sollen. Der Immobilienmarkt müsste mit einer weiteren Preissenkung von 10-20% rechnen um die hohen Zinsen auszugleichen.

Warum die Bauzinsen nicht automatisch sinken

Häufig entsteht der Eindruck, dass Bauzinsen sich direkt an geldpolitischen Entscheidungen orientieren. In der Praxis ist der Zusammenhang komplexer. Die Konditionen für Immobilienfinanzierungen hängen stärker von langfristigen Kapitalmarktzinsen und der Risikobewertung ab als von kurzfristigen Leitzinsanpassungen. Vor allem aber die staatliche Verschuldung und die Entwicklung von Anleihen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Für Marktteilnehmer bedeutet das, dass eine schnelle Rückkehr zu sehr niedrigen Zinsen nicht als Grundlage für Entscheidungen dienen sollte. Stattdessen gewinnt eine realistische Einschätzung der aktuellen Rahmenbedingungen an Bedeutung, sowohl bei Kauf- als auch bei Verkaufsüberlegungen.

Was die Bewertungs-Reports zeigen und was nicht

Bewertungs-Reports z.B. von Sprengnetter gehören zu den am häufigsten genutzten Bewertungsgrundlagen im deutschen Immobilienmarkt. Sie bieten eine strukturierte Einschätzung von Marktwerten und Entwicklungen auf Basis umfangreicher Datenbestände. Für Eigentümer und Kapitalanleger liefern diese Reports eine wichtige Orientierung, um Preisniveaus und regionale Unterschiede besser einzuordnen.

Die Auswertungen zeigen in vielen Regionen ein ähnliches Bild: eine Phase steigender Preise bis 2022, eine anschließende Korrektur und eine eher ruhige Entwicklung im Jahr 2025. Diese Darstellung hilft, langfristige Trends sichtbar zu machen und extreme Ausschläge einzuordnen. Für die Marktbeobachtung sind solche Modelle daher ein wertvolles Instrument.

Die Grenzen modellbasierter Bewertungen

Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, was solche Reports nicht leisten können. Die zugrunde liegenden Daten basieren überwiegend auf Angebots- und Vergleichswerten. Sie bilden ab, zu welchen Preisen Immobilien angeboten werden oder angeboten wurden, nicht zwingend, zu welchen Konditionen Abschlüsse tatsächlich zustande kommen.

Gerade in einer Marktphase mit hoher Zurückhaltung auf Käuferseite entsteht dadurch eine zeitliche Verzögerung. Preisänderungen werden oft erst dann sichtbar, wenn sie sich flächendeckend in Angeboten niederschlagen. Die aktuelle Marktdynamik zeigt sich jedoch häufig früher in Gesprächen, Verhandlungsverläufen und ausbleibenden Abschlüssen.

Typische Punkte, die in der Praxis stärker ins Gewicht fallen, sind:

  • lange Vermarktungszeiten trotz attraktiver Lagen
  • wiederholte Preisnachverhandlungen
  • größere Abweichungen zwischen Erstangebot und erzieltem Verkaufspreis

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Warum weitere Preisanpassungen von 10–20 % realistisch sind

Die aktuelle Marktphase zeigt deutlich, dass Immobilienpreise nicht isoliert betrachtet werden können. Kaufentscheidungen orientieren sich heute stärker an langfristiger Tragfähigkeit als an vergangenen Vergleichswerten. Wenn sich Finanzierungskosten auf einem höheren Niveau einpendeln, verschiebt sich automatisch das Preisgefüge. Dieser Prozess verläuft schrittweise und ist Ende 2025 in vielen Regionen noch nicht abgeschlossen.

Viele Objekte werden weiterhin zu Preisen angeboten, die unter früheren Zinsannahmen kalkuliert wurden. Die Reaktion des Marktes erfolgt jedoch nicht sofort. Erst wenn Nachfrage dauerhaft ausbleibt oder Verhandlungen wiederholt scheitern, setzt eine Anpassung ein. Diese zeitliche Verzögerung erklärt, warum Preiskorrekturen häufig in mehreren Stufen erfolgen.

Szenarien statt punktgenauer Prognosen

Statt exakter Preisziele lassen sich Entwicklungen aktuell sinnvoller über Zinsszenarien abbilden. Drei Korridore sind dabei entscheidend, weil sie unterschiedliche Marktreaktionen auslösen.

Im Stress-Szenario mit einem Zinskorridor von 4,2 bis 4,5 Prozent bleiben Risikoaufschläge hoch. Der Markt steht weiter unter Druck, insbesondere in zinsanfälligen Lagen. In solchen Regionen zeigen Modellrechnungen für den Zeitraum 2026 bis 2030 kumulierte nominale Preisrückgänge von bis zu rund minus 10 Prozent. Gröbenzell oder Bamberg zählen hier zu den sensibleren Märkten.

Das Seitwärts-Szenario mit Zinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent geht von einer Stabilisierung auf dem neuen Zinsniveau aus. Preise bewegen sich in diesem Umfeld häufig seitwärts oder leicht negativ. In robusteren Lagen können sich moderate Zugewinne ergeben, während zinsabhängige Regionen weiter unter Anpassungsdruck stehen.

Im Erholungs-Szenario mit einem Zinskorridor von 3,0 bis 3,3 Prozent verbessert sich die Finanzierbarkeit spürbar. Eine Rückkehr zu extrem niedrigen Zinsen wird dabei nicht unterstellt. In wachstumsstarken Regionen wie Dresden sind in diesem Umfeld auch deutlich positive Preisentwicklungen möglich, während stabile Lagen moderate Zugewinne verzeichnen.

Prognosen: Preisentwicklung 2026–2030 (nominale Marktpreis-Änderungen, kumuliert)
Objekt / RegionSzenario HIGH (kumuliert 2026–30)Szenario BASE (kumuliert 2026–30)Szenario LOW (kumuliert 2026–30)
ZINSANFÄLLIG
Gröbenzell-9,6 %-4,9 %+2,5 %
Bamberg-7,3 %-2,5 %+2,5 %
ROBUST
Taufkirchen-2,5 %+2,5 %+7,7 %
WACHSTUMSPOTENZIAL
Dresden+2,5 %+7,7 %+15,9 %

Die zentrale Erkenntnis aus diesen Szenarien lautet: Die Auswirkungen sind regional sehr unterschiedlich. Während zinsanfällige Märkte im Stress-Szenario besonders unter Druck geraten, zeigen Regionen mit starker Eigendynamik selbst bei höheren Zinsen eine höhere Stabilität.

Warum Abwarten keine neutrale Entscheidung ist

Für Eigentümer bedeutet diese Lage, dass sich Preisfindung nicht beliebig hinauszögern lässt. Je länger unrealistische Erwartungen aufrechterhalten werden, desto größer wird der Abstand zum Markt. Für Senioren spielt dabei zusätzlich der Faktor Zeit eine Rolle, da persönliche Lebensplanung nicht unbegrenzt verschiebbar ist.

Kapitalanleger berücksichtigen diese Szenarien bereits in ihren Kalkulationen. Sie erwarten Anpassungen und handeln entsprechend vorsichtig. Dadurch verfestigt sich die Zurückhaltung und verlängert den Anpassungsprozess weiter.

Immobilienverrentung im aktuellen Marktumfeld

Die Immobilienverrentung ist eng mit dem allgemeinen Immobilienmarkt verbunden. Grundlage aller Modelle ist der Verkehrswert der Immobilie. Verändert sich das Marktumfeld, wirkt sich das unmittelbar auf Auszahlungsbeträge, Abschläge und Renditeerwartungen aus. Im aktuellen Umfeld bedeutet das, dass sowohl Verkäufer als auch Kapitalanleger ihre Kalkulationen anpassen.

Für Senioren mit Immobilienbesitz entsteht daraus eine besondere Ausgangslage. Der klassische Verkauf ist häufig mit längeren Vermarktungszeiten und intensiven Preisverhandlungen verbunden. Die Immobilienverrentung bietet hier eine Alternative, weil sie nicht auf kurzfristige Marktspitzen angewiesen ist. Modelle wie Nießbrauch, Wohnungsrecht oder Rückanmietung berücksichtigen die Nutzung der Immobilie und verteilen den Wert über einen längeren Zeitraum.

Höhere Anforderungen auf Käuferseite

Auch im Verrentungsmarkt haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Kapitalanleger binden heute deutlich mehr Eigenkapital, da eine Fremdfinanzierung bei belasteten Immobilien in vielen Fällen nicht möglich ist. Entsprechend steigen die Anforderungen an Rendite und Sicherheit. Abschläge fallen höher aus als noch vor einigen Jahren und Nutzungsentgelte werden konservativer kalkuliert.

Typische Entwicklungen im aktuellen Marktumfeld sind:

  • stärkere Differenzierung nach Lage und Objektqualität
  • höhere Bedeutung realistischer Verkehrswerte
  • größere Spannbreite bei Auszahlungsmodellen

Diese Faktoren führen dazu, dass Immobilienverrentung sorgfältiger vorbereitet werden muss als in Phasen steigender Preise. Gleichzeitig bleibt sie eine funktionierende Option, auch wenn sich der Markt in einer Korrektur befindet.

Bedeutung professioneller Begleitung

Für Eigentümer ist es entscheidend, die eigene Situation realistisch einzuordnen. Eine fundierte Bewertung, Marktkenntnis und Zugang zu passenden Investoren gewinnen an Bedeutung. Immobilienverrentung ersetzt keine Marktanalyse, sondern setzt sie voraus.

Orientierung statt Markt-Timing

Der Immobilienmarkt befindet sich Ende 2025 in einer Phase, die weniger von Dynamik als von Anpassung geprägt ist. Hohe Bauzinsen, zurückhaltende Kapitalanleger und eine noch nicht abgeschlossene Preisfindung bestimmen das Bild. Für Eigentümer und Investoren bedeutet das, dass Entscheidungen nicht mehr auf kurzfristigen Erwartungen basieren sollten, sondern auf einer realistischen Einschätzung der aktuellen Rahmenbedingungen.

Deutlich wird, dass Abwarten kein neutraler Zustand ist. Wer sich ausschließlich an früheren Preisniveaus orientiert, läuft Gefahr, Zeit und Handlungsspielraum zu verlieren. Gleichzeitig eröffnet der Markt auch Chancen für diejenigen, die bereit sind, ihre Strategie an die veränderten Voraussetzungen anzupassen. Dazu gehört, Finanzierungsfragen ebenso zu berücksichtigen wie regionale Unterschiede und individuelle Zielsetzungen.

Für Senioren mit Immobilienbesitz rückt dabei die persönliche Planung stärker in den Vordergrund. Lebensqualität, Liquidität und Planungssicherheit gewinnen gegenüber maximalen Verkaufspreisen an Bedeutung. Modelle wie die Immobilienverrentung können in diesem Umfeld eine sinnvolle Ergänzung darstellen, wenn sie professionell vorbereitet und realistisch kalkuliert werden.

Für Kapitalanleger gilt, dass wirtschaftliche Tragfähigkeit wieder zum zentralen Kriterium geworden ist. Investitionen werden selektiver, aber nicht grundsätzlich vermieden. Wer Preise, Zinsen und Nutzungskonzepte zusammen denkt, kann auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld tragfähige Entscheidungen treffen.

Der Immobilienmarkt bleibt damit ein Feld, das Orientierung und klare Analyse erfordert. Eine fundierte Einordnung hilft, Chancen und Risiken besser abzuwägen und den nächsten Schritt bewusst zu gehen.

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