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Silver Tsunami: Droht eine Immobilienflut in Deutschland?

Erol Jasharoski
Geschrieben von:
Erol Jasharoski

Der Begriff „Silver Tsunami“ beschreibt eine Entwicklung, die den deutschen Immobilienmarkt in den kommenden Jahren spürbar verändern wird. Gemeint ist der zunehmende Eigentümerwechsel bei Immobilien, die aktuell von der Babyboomer-Generation gehalten werden. Viele dieser Eigentümer stehen vor der Frage, wie sie mit ihrem Vermögen im Alter umgehen sollen. Verkaufen, vererben oder neue Wege gehen?

Für Sie als Eigentümer oder Kapitalanleger ist dieses Thema besonders relevant. Denn es geht nicht nur um abstrakte Marktbewegungen, sondern um ganz konkrete Auswirkungen auf Immobilienpreise, Nachfrage und Ihre persönliche Finanzplanung. Während in einigen Regionen weiterhin ein Mangel an Wohnraum besteht, könnten andere Märkte stärker unter Druck geraten.

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Die zentrale Herausforderung liegt darin, diese Entwicklung richtig einzuordnen. Pauschale Aussagen greifen oft zu kurz. Viel entscheidender ist die individuelle Situation Ihrer Immobilie, Ihre Lebensplanung und die wirtschaftliche Perspektive Ihres Standorts.

In diesem Beitrag erhalten Sie eine fundierte Einordnung der aktuellen Entwicklungen und erfahren, welche Faktoren künftig eine Rolle spielen. Dabei geht es nicht nur um Risiken, sondern auch um Chancen, die sich aus dieser Marktveränderung ergeben können.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist der „Silver Tsunami“?

Der „Silver Tsunami“ beschreibt den Generationswechsel bei Immobilien der Babyboomer (Jahrgänge 1946–1964). Laut interner Recherche betrifft das rund 32 % des Immobilienbestands bzw. etwa 4,8 Millionen Immobilien in Deutschland.


Führt der Silver Tsunami zu fallenden Immobilienpreisen?

Nicht pauschal. Verschiedene Studien (z.B. BVR und IW) zeigen, dass Preise in Metropolen wie München oder Hamburg weiter steigen können, während strukturschwache Regionen Preisrückgänge oder längere Verkaufszeiten erleben.


Warum gibt es trotz Silver Tsunami weiterhin Wohnraummangel?

Deutschland benötigt laut BBSR jährlich rund 320.000 neue Wohnungen, während aktuell etwa 1,4 Millionen Wohnungen fehlen. Angebot und Nachfrage sind regional unterschiedlich verteilt, besonders zwischen Stadt und Land.


Welche Regionen sind besonders betroffen?

Strukturschwache Regionen mit Bevölkerungsrückgang, etwa Teile Ostdeutschlands, haben bereits Leerstände von 10–15 %. Hier kann zusätzlicher Bestand durch Babyboomer den Markt weiter unter Druck setzen.


Podcast-Empfehlung: Silver Tsunami verständlich erklärt

In der aktuellen Folge zum Thema Silver Tsunami beleuchten wir die Entwicklung aus der Perspektive von Eigentümern, Investoren und Beratern.

Statt theoretischer Modelle stehen konkrete Fragen im Mittelpunkt, die sich viele Eigentümer heute stellen. Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich mit der eigenen Immobilie zu beschäftigen? Welche Entwicklungen sind tatsächlich relevant und welche werden oft überschätzt? Und welche Rolle spielt die persönliche Situation im Vergleich zu allgemeinen Marktprognosen?

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Was bedeutet der „Silver Tsunami“ für den Immobilienmarkt?

Der Begriff „Silver Tsunami“ beschreibt eine Entwicklung, die sich über viele Jahre aufbaut und den Immobilienmarkt strukturell verändert. Gemeint ist der zunehmende Eigentümerwechsel bei Immobilien, die aktuell von der Babyboomer-Generation gehalten werden. Diese Generation umfasst die Jahrgänge von 1946 bis 1964 und besitzt einen erheblichen Anteil des deutschen Wohnimmobilienbestands.

Schätzungen zufolge befinden sich rund 32 % aller Eigentumsimmobilien in Deutschland im Besitz dieser Altersgruppe. Das entspricht etwa 4,8 Millionen Immobilien, die in den kommenden Jahrzehnten schrittweise auf den Markt kommen könnten.

Die demografische Welle: 32% des Marktes vor dem Umbruch

Zeitlicher Verlauf des Silver Tsunami

Wichtig ist, den zeitlichen Ablauf richtig einzuordnen. Der Silver Tsunami ist kein kurzfristiges Ereignis, sondern ein langfristiger Prozess.

  • Erste Phase: ab etwa 2025
    Eigentümer beginnen, sich mit Verkauf, Übergabe oder alternativen Lösungen zu beschäftigen
  • Hauptphase: etwa 2040 bis 2050
    Ein großer Teil der Immobilien wird tatsächlich übertragen
  • Verlauf: schrittweise Entwicklung statt plötzlicher Marktveränderung

Diese Dynamik wurde auch im Podcast hervorgehoben. Dort wird deutlich, dass es sich nicht um eine plötzliche Welle handelt, sondern um eine langsame Entwicklung, die sich über Jahrzehnte erstreckt.

Wie Immobilien in den Markt kommen

Die Immobilien gelangen nicht ausschließlich über klassische Verkäufe in den Markt. Es gibt mehrere Wege, wie ein Eigentümerwechsel stattfinden kann:

  • Verkauf am freien Markt
  • Übergabe innerhalb der Familie
  • Schenkung zu Lebzeiten
  • alternative Modelle zur Altersfinanzierung

Für Sie als Eigentümer bedeutet das: Nicht jede Immobilie wird gleichzeitig angeboten. Und nicht jede Immobilie beeinflusst den Markt auf die gleiche Weise.

Der Zeithorizon: Ein schleichender aber gewalter Prozess

Ein schleichender Strukturwandel

Der entscheidende Punkt ist, dass der Silver Tsunami kein kurzfristiger Schock für den Immobilienmarkt ist. Vielmehr handelt es sich um einen langfristigen Strukturwandel. Angebot und Nachfrage verändern sich über Jahre hinweg.

Das hat zwei wichtige Folgen:

  • Marktveränderungen erfolgen regional unterschiedlich
  • Preisentwicklungen werden stärker von lokalen Faktoren beeinflusst

Für eine fundierte Einschätzung reicht es daher nicht aus, nur auf bundesweite Zahlen zu schauen. Entscheidend ist, wie sich Angebot und Nachfrage in den einzelnen Regionen entwickeln.

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns deshalb genauer an, warum trotz dieser Entwicklung weiterhin Wohnraummangel besteht und wie sich dieser scheinbare Widerspruch erklären lässt.

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Warum trotz Silver Tsunami weiterhin Wohnraummangel besteht

Auf den ersten Blick wirkt es widersprüchlich: Einerseits wird über Millionen potenzieller Immobilien gesprochen, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen. Andererseits besteht in vielen Regionen weiterhin ein deutlicher Wohnraummangel. Genau dieser scheinbare Widerspruch ist einer der zentralen Punkte beim Thema Silver Tsunami.

Angebot und Nachfrage sind ungleich verteilt

Der entscheidende Faktor ist nicht die Anzahl der Immobilien, sondern deren Lage. In Deutschland fehlt Wohnraum vor allem in wirtschaftsstarken Regionen, während in anderen Gebieten bereits heute ein Überangebot besteht.

Typische Unterschiede:

  • Großstädte und Ballungsräume
    • hohe Nachfrage
    • steigende Mieten und Kaufpreise
    • kaum ausreichendes Angebot
  • Ländliche und strukturschwache Regionen
    • geringere Nachfrage
    • teilweise steigender Leerstand
    • längere Vermarktungszeiten

Das führt dazu, dass zusätzliche Immobilien nicht automatisch dort verfügbar sind, wo sie tatsächlich benötigt werden.

Neubau bleibt hinter dem Bedarf zurück

Ein weiterer Grund für den anhaltenden Wohnraummangel ist die geringe Neubautätigkeit. Der Bedarf liegt seit Jahren deutlich über dem tatsächlichen Bauvolumen.

Wichtige Punkte:

  • Es werden zu wenige neue Wohnungen gebaut
  • Baukosten und Zinsen erschweren Projekte
  • Genehmigungsverfahren dauern oft lange

Auch im Podcast wird deutlich, dass sich dieser Mangel nicht kurzfristig lösen wird. Selbst wenn mehr Bestandsimmobilien verfügbar werden, reicht das nicht aus, um den Bedarf in nachgefragten Regionen zu decken.

Nachfrage bleibt stabil

Die Nachfrage nach Wohnraum wird durch mehrere Faktoren gestützt:

  • Bevölkerungswachstum in bestimmten Regionen
  • steigende Zahl kleiner Haushalte
  • Wunsch nach urbanem Wohnen
  • Nähe zu Arbeitsplätzen und Infrastruktur

Das bedeutet: Selbst wenn mehr Immobilien verfügbar werden, trifft dieses Angebot nicht automatisch auf die passende Nachfrage.

Kein einheitlicher Markt

Der Immobilienmarkt in Deutschland entwickelt sich zunehmend differenziert. Es gibt nicht „den einen Markt“, sondern viele regionale Teilmärkte mit eigenen Dynamiken.

Für Sie als Eigentümer oder Kapitalanleger ist daher entscheidend, Ihre Immobilie immer im regionalen Kontext zu betrachten. Pauschale Aussagen helfen hier nur bedingt weiter.

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns genauer an, welche Regionen besonders von dieser Entwicklung profitieren und wo sich die größten Herausforderungen ergeben.

Gewinner und Verlierer: Welche Regionen besonders betroffen sind

Der Einfluss des Silver Tsunami zeigt sich nicht gleichmäßig über ganz Deutschland. Entscheidend ist, wie sich eine Region wirtschaftlich, demografisch und infrastrukturell entwickelt. Für Sie als Eigentümer oder Kapitalanleger bedeutet das: Der Standort Ihrer Immobilie wird künftig noch stärker über Chancen und Risiken entscheiden.

DimensionTop 7 Metropolen & UmlandLändliche Risikoregionen (Fokus: Ost/West-Peripherie)
BVR Preis-Trend (bis 2035)+2,0% p.a. (steigend)Stagnation bis deutlicher Rückgang
Babyboomer-EigentumsquoteGeringer (z.B. Stuttgart 41%)Extrem hoch (z.B. Uckermark 47,7%, Ennepe-Ruhr 44,9%)
Marktdynamik (Angebot/Nachfrage)Struktureller Mangel federt Tsunami ab.Wachsendes Angebot trifft auf Abwanderung.
Leerstands-RisikoGering bis NullAkut (Bereits heute 10% – 15% in Fokusregionen)

Regionen mit stabiler oder steigender Nachfrage

In wirtschaftsstarken Regionen bleibt die Nachfrage nach Wohnraum hoch. Dazu zählen vor allem große Städte und deren Umfeld sowie Regionen mit positiver Bevölkerungsentwicklung.

Typische Merkmale:

  • stabile oder wachsende Einwohnerzahlen
  • gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung
  • Nähe zu Arbeitsplätzen
  • hohe Lebensqualität

In diesen Regionen ist auch künftig mit einer stabilen Nachfrage zu rechnen. Prognosen gehen davon aus, dass Immobilienpreise hier moderat weiter steigen können, teilweise um rund 2 % pro Jahr.

Für Sie bedeutet das: Immobilien in diesen Lagen behalten in der Regel ihre Marktgängigkeit und lassen sich auch langfristig gut vermitteln.

Regionen mit erhöhtem Risiko

Anders sieht es in strukturschwächeren Regionen aus. Dort kann der Silver Tsunami deutlich stärkere Auswirkungen haben, da Angebot und Nachfrage auseinanderlaufen.

Typische Merkmale:

  • rückläufige Bevölkerung
  • weniger wirtschaftliche Dynamik
  • eingeschränkte Infrastruktur
  • bereits bestehender Leerstand

In einigen Regionen liegt der Leerstand heute schon bei 10 bis 15 %. Wenn zusätzlich Immobilien aus der Babyboomer-Generation auf den Markt kommen, kann sich dieser Effekt verstärken.

Im Podcast wird genau dieser Punkt hervorgehoben. Immobilien in Regionen mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung werden künftig schwerer zu verkaufen sein und oft längere Vermarktungszeiten haben.

Regionale Unterschiede werden feiner

Ein wichtiger Trend zeigt sich bereits heute: Die Unterschiede werden nicht nur zwischen Regionen größer, sondern auch innerhalb von Regionen.

Das bedeutet:

  • Unterschiede zwischen Stadt und Umland nehmen zu
  • selbst innerhalb einer Stadt können einzelne Stadtteile unterschiedlich performen
  • pauschale Marktbetrachtungen verlieren an Aussagekraft

Für Kapitalanleger wird es daher wichtiger, sich nicht nur auf Makrolagen zu verlassen, sondern gezielt Mikrostandorte zu analysieren.

Bedeutung für Eigentümer und Investoren

Für Sie ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Die Bewertung einer Immobilie hängt zunehmend von lokalen Faktoren ab.

Wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Wie entwickelt sich die Bevölkerung in meiner Region?
  • Gibt es langfristig Arbeitsplätze und Infrastruktur?
  • Wie hoch ist die Nachfrage heute und wie könnte sie sich entwickeln?

Je genauer Sie diese Faktoren einschätzen, desto realistischer können Sie Ihre Immobilie bewerten und strategische Entscheidungen treffen.

Im nächsten Abschnitt betrachten wir genauer, warum Angebot und Nachfrage oft nicht zusammenpassen und welche konkreten Faktoren dabei eine Rolle spielen.

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Das eigentliche Problem: Warum Angebot und Nachfrage nicht zusammenpassen

Der Begriff „Silver Tsunami“ suggeriert, dass künftig vor allem ein Überangebot an Immobilien entsteht. In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Das eigentliche Problem liegt nicht in der Menge der Immobilien, sondern darin, dass Angebot und Nachfrage häufig nicht zueinander passen.

Häuser entsprechen oft nicht der heutigen Nachfrage

Ein großer Teil der Bestandsimmobilien wurde für andere Lebensmodelle gebaut. Viele Häuser stammen aus einer Zeit, in der Familien größer waren und mehr Wohnfläche benötigt wurde.

Heute hat sich das deutlich verändert:

  • Haushalte sind kleiner geworden
  • weniger Kinder pro Familie
  • steigender Bedarf an kompakten Wohnformen

Das führt dazu, dass viele Häuser mit 150 bis 200 Quadratmetern Wohnfläche für heutige Käufer zu groß sind. Besonders junge Familien wägen genau ab, ob sie diese Größe wirklich benötigen und finanzieren wollen.

Energieeffizienz wird zum entscheidenden Faktor

Ein weiterer zentraler Punkt ist der Zustand der Immobilien. Besonders die Energieeffizienz spielt eine immer größere Rolle bei Kaufentscheidungen.

Wichtige Aspekte:

  • hohe Energiekosten bei schlechter Energieklasse
  • steigende Anforderungen durch gesetzliche Vorgaben
  • eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten bei ineffizienten Gebäuden

Im Podcast wird deutlich, dass Käufer zunehmend zurückhaltend sind, wenn eine Immobilie energetisch veraltet ist. Viele entscheiden sich stattdessen für kleinere, modernere Wohnungen mit besserer Energieeffizienz.

Lage und Infrastruktur beeinflussen die Nachfrage

Neben Größe und Zustand spielt die Lage eine entscheidende Rolle. Käufer achten stärker auf Faktoren wie:

  • Nähe zum Arbeitsplatz
  • Erreichbarkeit von Infrastruktur
  • Verkehrsanbindung
  • Lebensqualität im Umfeld

Wenn diese Faktoren nicht gegeben sind, sinkt die Nachfrage unabhängig vom eigentlichen Objekt.

Fazit: Nicht jede Immobilie ist automatisch marktfähig

Für Sie als Eigentümer bedeutet das: Der Wert Ihrer Immobilie hängt nicht nur von der reinen Größe oder dem Baujahr ab, sondern davon, wie gut sie zur aktuellen Nachfrage passt.

Die Kombination aus:

  • passender Größe
  • guter Energieeffizienz
  • attraktiver Lage

wird zunehmend darüber entscheiden, ob und zu welchem Preis sich eine Immobilie verkaufen lässt.

Im nächsten Abschnitt geht es darum, welche konkreten Strategien Sie als Eigentümer entwickeln können, um auf diese Veränderungen frühzeitig zu reagieren.

Immobilienverrentung: Eine strategische Lösung im Silver Tsunami

Der demografische Wandel führt nicht nur zu mehr Immobilien am Markt, sondern auch zu einer steigenden Zahl von Eigentümern im Ruhestand. Viele dieser Eigentümer verfügen über gebundenes Vermögen in ihrer Immobilie, gleichzeitig fehlt es oft an ausreichender Liquidität im Alter. Genau hier setzt die Immobilienverrentung an.

Statt die Immobilie klassisch zu verkaufen und ausziehen zu müssen, ermöglicht dieses Modell eine andere Form der Nutzung. Sie können Kapital aus Ihrer Immobilie freisetzen und gleichzeitig weiterhin darin wohnen bleiben.

Wie Immobilienverrentung funktioniert

Bei der Immobilienverrentung wird die Immobilie verkauft, während Sie sich ein lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauchrecht sichern. Dadurch ergeben sich mehrere Vorteile:

  • Sie erhalten eine Einmalzahlung, eine monatliche Rente oder eine Kombination aus beidem
  • Sie bleiben in Ihrer gewohnten Umgebung wohnen
  • Die Nutzung der Immobilie bleibt langfristig gesichert

Dieses Modell wird vor allem für Eigentümer interessant, die ihre Altersvorsorge ergänzen möchten, ohne ihr Zuhause aufzugeben.

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Bedeutung im Kontext des Silver Tsunami

Im Zusammenhang mit dem Silver Tsunami spielt die Immobilienverrentung eine besondere Rolle. Denn nicht jede Immobilie muss zwangsläufig auf den klassischen Markt kommen.

Ein Teil der Immobilien wird:

  • frühzeitig übertragen
  • innerhalb der Familie geregelt
  • oder über alternative Modelle wie die Verrentung genutzt

Das kann dazu beitragen, dass sich das Angebot am Markt nicht sprunghaft erhöht, sondern über längere Zeiträume verteilt wird.

Auch im Podcast wird darauf hingewiesen, dass die Immobilienverrentung künftig an Bedeutung gewinnen wird. Vor allem deshalb, weil viele Eigentümer im Ruhestand zusätzliche finanzielle Mittel benötigen und gleichzeitig in ihrer Immobilie bleiben möchten.

Für wen ist Immobilienverrentung sinnvoll?

Ob dieses Modell für Sie geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Höhe Ihres Immobilienvermögens
  • Ihre Einkommenssituation im Ruhestand
  • Ihre persönlichen Wünsche in Bezug auf Wohnen und Erbe

Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig mit diesen Fragen beschäftigen und verschiedene Optionen prüfen.

Fazit: Was der Silver Tsunami für Ihre Immobilienstrategie bedeutet

Der Silver Tsunami ist kein kurzfristiges Ereignis, sondern eine Entwicklung, die den Immobilienmarkt über viele Jahre hinweg verändern wird. Dabei zeigt sich klar: Es geht nicht um eine flächendeckende Immobilienflut, sondern um unterschiedliche Entwicklungen je nach Region, Objekt und Nachfrage.

Für Sie als Eigentümer oder Kapitalanleger ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz. Entscheidungen rund um Ihre Immobilie sollten nicht auf allgemeinen Markteinschätzungen basieren, sondern auf Ihrer individuellen Situation und den Perspektiven Ihres Standorts.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick

  • Der Immobilienmarkt entwickelt sich regional sehr unterschiedlich
  • Lage, Zustand und Nachfrage entscheiden stärker über den Verkaufserfolg
  • Große und energetisch schwache Immobilien stehen stärker unter Druck
  • Der richtige Zeitpunkt gewinnt an Bedeutung

Diese Punkte zeigen, dass der Umgang mit Immobilien im Alter zunehmend strategisch geplant werden sollte.

Was Sie jetzt konkret tun können

Wenn Sie eine Immobilie besitzen oder darüber nachdenken zu investieren, sollten Sie sich frühzeitig mit den wichtigsten Fragen beschäftigen:

  • Wie entwickelt sich Ihre Region langfristig?
  • Entspricht Ihre Immobilie der aktuellen Nachfrage?
  • Welche Rolle spielt Ihre Immobilie für Ihre Altersvorsorge?

Je früher Sie diese Themen klären, desto mehr Handlungsspielraum haben Sie.

Und genau darin liegt die Chance des Silver Tsunami. Wer sich rechtzeitig vorbereitet und verschiedene Optionen kennt, kann nicht nur Risiken vermeiden, sondern auch gezielt Vorteile nutzen.

Erol Jasharoski
Artikel von Erol Jasharoski
Erol Jasharoski ist zertifizierter Verrentungsexperte und Leiter für Marketing und Digitalisierung bei DEGIV mit Sitz in München. Er ist seit über 15 Jahren in der Marketing, Digitalisierung und AI-Szene aktiv und beschäftigt sich zudem seit vielen Jahren mit dem Thema Immobilien.

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